Oktober 25, 2026

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IT und Bildgebung

Bildgebung, Entwicklung der Herzkatheterlabore

In dieser Sektion zeigen wir die Entwicklung der Herzkatheterlabore und der anderen bildgebenden Verfahren in der Klinik von Beginn bis heute. Wir nehmen Stellung zum Aufbau von EDV/IT und  berühren die Entwicklung der Datenspeicherung vom Cineangiografie-Gerät bis zur digitalen Speicherung auf CD im Herzkatheterlabor. Es sollte angemerkt werden, dass wir in der ersten Periode fortlaufend die Angiografie-Methode nach Sones, allerdings seltener als die nach Judkins, anwandten.

Ein so genannter Sones-Tisch (Abb.) hielt die für diese Gefäßoperation (Arteriotomie) notwendigen Instrumente bereit. Der Vorteil der Sones-Methode, die gesamte Prozedur mit nur einem Katheter zu bewältigen, war günstig, und die Patienten konnten nach erfolgreicher Versorgung sofort wieder aufstehen. Heute wird dieser Vorteil durch die modernen Radialistechniken, jedoch ohne Arteriotomie, erneut genutzt. Diese Technik, speziell für ambulante Patienten, ist derzeit auf dem Weg, die alte Judkins-Methode zu ersetzen. Sie ist bereits am Herzzentrum Standard.


EDV, IT

Eine andere Entwicklung betraf die damals EDV – elektronische Datenverarbeitung –  genannte Informationstechnologie (IT). Hier muss man zwei Ebenen unterscheiden, die der internen Vernetzung (ab etwa 1980) und die der Anbindung an das rasant wachsende Internet (ab 1990). Die Vernetzung begann in der Kardiologie. Erste Experimente begannen mit einem so genannten Akustikkoppler zusammen mit dem hochmotivierten technischen Assistenten im Herzkatheterlabor, Oliver Mohr.

Durch Vermittlung eines Mitglieds des Krankenhaus-Ausschusses konnte ein junges “Startup” gewonnen werden, das einen ersten Versuch der Vernetzung zwischen Sekretariat und Herzkatheterlabor startete. Dieser gelang, und es war nun möglich, Texte, aber keine Bilder, zwischen HKL und Sekretariat auszutauschen. Die Verwaltung nahm damals eher einen Beobachterstatus ein; erst später, mit Einführung der berüchtigten DRG wurde eine externe Firma (Orbis AG) mit einer allgemeinen Vernetzung, die bis heute nicht überall optimal läuft, beauftragt.

Gleichwohl ist die digitale Transformation – die Umsetzung der Vorhaben in digitale Praxis – in gewissen Bereichen (Stationen, Röntgenabteilug, HKL, OP) durchaus gelungen. Heute stellt die elektronische Patientenakte (ePA) ein modernes und praktisches digitales Instrument dar, das aber in den Krankenhäusern bisher kaum oder nicht genutzt wird.

Die Anbindung an das Internet begann ebenfalls in der Kardiologie ab 1990. Hier wurde sowohl eine erste Website der Klinik als auch ein rudimentäres Intranet aufgebaut. Dennoch sollte es noch Jahre dauern, bis die heutige Website des Herzzentrums und die Geschichte des Hüttenkrankenhauses (diese Website) öffentlich zugänglich wurden.

Auch wurde früh an Möglichkeiten gedacht, die damals (1990) wie heute vorhandenen Sektorgrenzen zwischen “ambulant” und “stationär” zu überweinden, was damals (und auch heute) ein schier unmögliches Vorhaben war. Am Herzzentrum und mit den “Niedergelassenen” wurde ein intersekorales Vernetzungsprojekt gestarten, das den Namen “MedWebSaar” trug und trotz gemeinsamer Bemühungen letztlich scheiterte.