Bildfolgen
1. Bildgebung
Hier folgen Darstellungen über die Entwicklung der Bildgebung am Herzzentrum
Entwicklung der kardialen Bildgebung
Das Bild vom Menschen hat seit jeher die medizinische Erfahrung und auch die medizinisch geprägte Naturwissenschaft essentiell mitbestimmt. Inspektion, Perkussion und Auskultation waren seit Jahrhunderten und besonders seit Laennec und Auenbrugger Ausdruck dieser Sichtweise. Die medizinische Bildgebung war immer wesentlicher Bestandteil der Medizin.
Daher war die Entdeckung der danach Wilhelm Conrad Röntgen benannten Röntgenstrahlen (er nannte sie X-Strahlen) ein weiterer Meilenstein der medizinischen Bildgebung. Diese wurde dann am Herzen durch Forssmann, besonders aber durch Sones und Judkins verfeinert und praktisch angewendet.Die Cineangiografie war in de 60er jähren das Zauberwort un d ist es bis heute wenn auch verändert (CT und MRT) geblieben. Auch die akustische Methode der Auskultation, heute leider immer weniger angewandt, wurde durch die auch akustische Methode der Echokardiografie weitgehend ersetzt.
Diese Bilderserie soll den Werdegang der bildgebenden Techniken auch am Herzzentrum Saar verdeutlichen.
Werner Forssmann (1904-1979)
wendete erstmals eine Kathetertechnik am menschlichen Herzen im Selbstversuch an.
Er dokumentierte dies mit einem Thorax-Röntgenbild, auf dem die Lage eines Katheters im rechten Vorhof erkennbar war.


Entwicklung der Kathetertechnik

Melvin P. Judkins am Tisch
Mason A. Sones, Entwickler der
Sones-Technik und der selektiven Koronarangiografie

Die Entwicklung der Kathetertechnik
Diese C-Bogen-Anlage (etwa ab 1965) war von der Firma Siemens und stand in der angiologischen Abteilung der Inneren Medizin unter Professor Bette. Sie gestattete erstmals die Untersuchung des Herzens und seiner Gefäße in mehreren Durchleuchtungsebenen (Angulation). Man sieht auf dem Bild auch die Anordnung der Röntgenquelle (Untertischröhre) und des Bildverstärkers oberhalb.
Die Entwicklung der Kathetertechnik
Nach der Erstellung des Teil-Ersatzneubaus wurde diese damals hochmoderne Zweiebenen-Anlage angeschafft. Sie war zwar radiologisch sehr umfassend, doch ihr Handling war unzumutbar und sogar gefährlich; es konnte z.B. Reanimationen innerhalb der C-Bögen, die erst zurückgefahren werden mussten, nicht ablaufen.
Die Entwicklung der Kathetertechnik
Daher wurde die Anlage nach kurzer Zeit durch diesen bedienerfreundlicheren Messplatz ersetzt. Die Bildaufnahme (die sog. Subtraktions-Angiografie, heute veraltet) erfolgte bereits digital, das Speichermedium war die CD (DICOM). Die Verbesserung gegenüber Film oder VHS-Band war erheblich, der Ausdruck erfolgte jedoch auf Papier.
Die Entwicklung der Kathetertechnik
Die Entwicklung der Kathetertechnik
Bei sehr geringer Kontrastmittelmenge (20 ml/normal 70 ml) wurden folgende Daten gewonnen:
ESV, EDV, SV, LVEF
Dieses Verfahren ist heute verlassen und der linke Ventrikel in der Regel echokardiografisch vermessen.Auf eine Ventrikulografie wird dann verzichtet

Dieser Vorbereitungstisch für den Eingriff nach Sones (Arteriotomie) stellte das Instrumentarium bereit; der Katheter in der Mitte ist der sog. FOGARTY-Katheter zur Entfernung von thrombotischem Material in der Gefäß-Peripherie.. Freigelegt wurde die A. brachialis und postprozedural durch Naht verschlossen.
Die Entwicklung der Kathetertechnik
Heute ist die Ein-Kathetertechinik weiterhin Standard, doch wird sie durch Radialispunktion ersetzt. Die Tastbarkeit des Radialispulses ist dabei erwünscht, doch der Verlust (10%) wird in Kauf genmmen.
In diesem zeitgemäßen HKL des Herzzentrums der 2000er Jahre (Einebenenanlage) steht der Untersucher vor dem Monitorpanel, das ebenfalls eine digitale Bildgebung umfasst. Die angezeigten Bilder sind ebenfalls volldigital und viel kontrastreicher als bei früherer Filmwiedergabe. Der C-Bogen ist volldigital; man kann den flachen digitalen Bildverstärker sehen. Im Vordergrund steht eine Motorspritze für die Ventrikulografie.
Die Entwicklung der Kathetertechnik
Etwa seit 2010 werden im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung der TAVI-Engriffe (TAVI=trans-aortic valve implantation) hybride Untersuchungslabors aufgebaut. Diese mit ihrem Pendant in der Chirurgie ermöglichen entscheidungsabhängig kathetergestützte und chirurgische Eingriffe im gleichen Labor, auch gleichzeitig.
Die Entwicklung der Kathetertechnik: Hybridlabor

Dies ist ein Beispiel für einen hybriden OP,
der auch die Durchführung von Kathetereingriffen ermöglicht
Die Entwicklung der Kathetertechnik
Dieses Katheterlabor ist ein erstes Beispiel
für eine Umsetzung medizinischer Robotik in das interventionelle PCI-Labor.
Der Untersucher demonstriert hier die Robotic-Einheit, von der aus die Manipulation des Führungskatheters, des Drahts und des Stent-Ballons erfolgt.
Die Technik ist immer noch experimentell und ob sie jemals wie in der Chirurgie aktuell eingesetzt wird ist völlig offn
Robotik-HKL
Die Echokardiografie
Dies war eines der ersten Echokardiografiegeräte, das "Echopan" von Siemens, ds in Völklingen ab 1977 verwendet wurde. Es gestattete nur die so genannten M-Mode Scans, also eindimensionale Aufnahmen der cardialen Strukturen. Die Messungen des M-Mode sind aber bis heute Bestandteil der kompletten Echo-Untersuchung.
Die Echokardiografie
Die Echokardiografie
Die Echokardiografie
Computer-Tomografie des Herzens: Kard-CT
Die Kard-CT ist eine schnelle und aussagekräftige nicht invasive Untersuchungsmethode.
Sie dient der Beurteilung der Herzkranzgefäße und der Einschätzung eines möglichen Herzinfarktrisikos.
Die Untersuchung wird durchgeführt bei Patienten mit unklarem Brustschmerz und bestehenden Risikofaktoren für Herz- Kreislauferkrankungen, wie erhöhter Blutdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht oder bei Herzinfarkten in der Familie.
Aufgrund der Anwendung von Röntgenstrahlen erfolgt diese Untersuchung nur nach ärztlicher Indikation.
Eine CT des Herzens stellt zudem eine gute Alternative zur Herzkatheteruntersuchung dar, sofern diese nur zu rein diagnostischen Zwecken vorgenommen werden soll. Um die Gefäße gut darstellen und beurteilen zu können, ist für eine Kardio-CT zum einen die Gabe eines Kontrastmittels sowie die Gabe spezieller Medikamente (Nitrospray und Betablocker) zur Erweiterung der Gefäße und zur Frequenzverlangsamung erforderlich.
Die Magnetresonanztomographie, abgekürzt MRT oder MR (als Tomographie von altgriechisch τομή tome, deutsch ‚Schnitt‘ und γράφειν graphein, deutsch ‚schreiben‘), ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. Es basiert physikalisch auf den Prinzipien der Kernspinresonanz (englisch nuclear magnetic resonance, NMR), insbesondere der Feldgradienten-NMR, und wird daher auch als Kernspintomographie bezeichnet (umgangssprachlich gelegentlich zu Kernspin verkürzt). Die ebenfalls zu findende Abkürzung MRI stammt von der englischen Bezeichnung magnetic resonance imaging.über mögliche aortale Erweiterungen. (Wikipedia)
Unter dem Begriff kardiale Magnetresonanztomographie, kurz CMR, werden alle kernspintomographischen Untersuchungen des Herzens zusammengefasst. Die Magnetresonanztomographie zählt zu den bildgebenden Verfahren und ermöglicht die Untersuchung des Herzens nach unterschiedlichen Aspekten.
Magnetresonanz-Tomografie des Herzens (Kard-MRT)
Zwei Beispiele für die moderne nichtinvasive tomografischen Bildgebung. Ein MRT (Magnet-Resonanz) der Firma GE li., ein Kard CT (Computertonografie) von Siemens re.
Die Indikationen für diese Untersuchungen sind unterschiedlich. Während die MRT für Gewebsuntersuchungen des Herzens genutzt wird, können mit dem CT die Kranzgefäße sichtbar und die sog. Kalklast mittels des Agatston-Scores dargestellt werden. Sie ist somit eine Alternative zum Herzkatheter, und kann als Basis für Präventionsmassnahmen genutzt werden.
Computertomografie und Magnetresonanz
Zusammenfassung
Die Bilderserie zum Thema kardiale Bildgebung zeigt auf, wie sich einerseits diese essenliellen Verfahren in der Herzmedizin über die letzten fast 100 Jahre verändert haben, und andererseits in den letzten 50 Jahren gravierende Verbesserungen in Entwicklung und Qualität stattgefanden. Während die Kathetertechnik wohl unverrückbar mit dem Namen Forssmann verknüpft ist, hat die Digitalisierung durch industrielle Einflüsse und die Einführung der PCI durch Grüntzig und Sigwart sowie die Bypass-OP durch Favaloro einen enormen Schub auf diese Methodik erzeugt. So ist die kardiale Bildgebung zu einem Meilenstein der Herzmedizin geworden, unverzichtbar. Und ob sie zu einem Ende gekommen ist, anderen Entwicklungen sogar Platz machen muss (Prävention, Geschlechtermedizin), wird sieh zeigen.
ENDE



























